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Geschichte des Liefmann-Hauses

Das Liefmann-Haus wurde im Frühjahr 2003 nach umfassender Restaurierung und Erweiterung durch einen Neubau als Gästehaus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau eröffnet. Wohnungen im Liefmann-Haus können von internationalen GastwissenschaftlerInnen für Zeiträume zwischen einem bis maximal sechs Monate angemietet werden.

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Liefmann-Haus, Vorderansicht Altbau, Goethestr. 33-35

Das Haus war von 1894 bis 1941 im Besitz der Familie Liefmann. Die Geschwister Robert, Martha und Else Liefmann wurden im Dritten Reich wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt. Robert Liefmann, ordentlicher Honorarprofessor für Nationalökonomie an der Albert-Ludwigs-Universität, wurde 1933 die Lehrbefugnis entzogen. Else Liefmann, eine angesehene Kinderärztin und von 1919 bis 1921 Stadtverordnete, erhielt ebenfalls Berufsverbot. Zusammen mit allen badischen Jüdinnen und Juden wurden die Geschwister Liefmann am 22. Oktober 1940 in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich deportiert. Robert Liefmann verstarb infolge der unmenschlichen Lagerbedingungen am 20. März 1941 im nahen Morlaàs. Den Schwestern gelang die Ausreise bzw. die Flucht in die Schweiz.

Ihr Freiburger Haus wurde enteignet und 1941 von der Gestapo übernommen. Nach Kriegsende zog die französische Militärpolizei ein. Von 1949 bis 2000 diente es der Freiburger Polizei als Revierssitz, bevor es 2003 als Gästehaus der Universität neu eröffnet wurde.

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Liefmann-Haus, Neubau

 

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